Long COVID: Wie behandeln Mediziner Corona-Langzeitfolgen? (2023)

Immunsystem

Veröffentlicht am:08.04.2022

6 Minuten Lesedauer

Atemnot, Wortfindungsstörungen oder Schlafprobleme – manche Menschen kämpfen noch Monate nach ihrer Corona-Erkrankung mit körperlichen und psychischen Beschwerden. Mediziner nennen das Long COVID. Was Experten bisher über Long COVID wissen.

Long COVID: Wie behandeln Mediziner Corona-Langzeitfolgen? (1)

Inhalte im Überblick

    Prof. Dr. med. Uta Merle leitet die Long-COVID-Spezialambulanz am Universitätsklinikum Heidelberg. Sie verrät im Interview, was Long COVID ist, welche Beschwerden Patienten haben und wie Behandlungsmöglichkeiten aussehen.

    Was ist Long COVID?

    Nach der offiziellen Leitlinien-Definition ist Long COVID ein Krankheitsbild, bei dem die Coronasymptome länger als vier Wochen anhalten, also über die akute Phase der Erkrankung hinaus bestehen bleiben. Davon grenzen Mediziner noch ein weiteres Phänomen ab, nämlich Post COVID, auch Post-COVID-Syndrom genannt. Hierbei berichten Patienten mindestens zwölf Wochen nach der Erkrankung auch weiterhin über Symptome. Sowohl bei Long COVID als auch bei Post COVID beobachten wir, dass Erkrankte die Symptome über eine lange Zeit verspüren.

    Diese Symptome können entweder im Rahmen der akuten COVID-Erkrankung auftreten und dann fortbestehen oder erst in den ersten drei Monaten nach der akuten COVID-19-Erkrankungsphase im Verlauf neu auftreten. Wichtig ist in jedem Fall, dass Mediziner die Patienten mit den Symptomen ernst nehmen, unabhängig davon, ob die akute COVID-Erkrankung mehr als vier Wochen oder mehr als zwölf Wochen her ist. Oft bessern sich die Beschwerden in den Wochen nach der akuten Erkrankung im Verlauf, sodass es auch durchaus angebracht sein kann, erstmal den Verlauf zu beobachten. Hierbei ist der betreuende Hausarzt der beste Ansprechpartner.

    (Video) Long-Covid: Wenn eine Corona-Infektion lange nachwirkt | Gut zu wissen | BR

    Welche Long-COVID-Symptome sind bisher bekannt?

    Mittlerweile sind Medizinern sehr viele Long-COVID-Symptome bekannt. Das zeigt, wie vielfältig und auch unterschiedlich die Symptomatik bei Long COVID sein kann. Unter der Vielzahl von Beschwerden gibt es einige, die häufig auftreten. Dazu zählen:

    • ein Gefühl von Luftnot
    • ausgeprägte Müdigkeit (Fatigue)
    • Konzentrationsstörungen oder kognitive Störungen wie Vergesslichkeit oder Wortfindungsstörungen
    • Brustschmerzen oder ein Druck beziehungsweise Brennen hinter dem Brustbein
    • Gliederschmerzen
    • Haarausfall
    • Schlafstörungen

    Wie belastend ist das Long-COVID-Syndrom für Patienten?

    Patienten empfinden die Symptomatik bei Long COVID oft als sehr belastend. Mir begegnen in unserer Long-COVID-Spezialambulanz Menschen, die vor der Erkrankung mitten im Leben standen – sie waren leistungsstark und hatten keine gesundheitlichen Probleme. Plötzlich sind es genau diese Personen, die sagen: Ich kann nicht mehr so wie vorher, nach vier Stunden Arbeit bin ich völlig erschöpft. Die Erkrankten leiden aber nicht nur an den Symptomen selbst, sondern auch darunter, wie sie von manchen Menschen wahrgenommen werden.

    Noch immer glauben leider viele, dass die Symptome von Long COVID eher eingebildet sind und Schlafstörungen nur Ausdruck von Pandemiesorgen sind oder Brustschmerzen auf psychische Vorerkrankungen hindeuten. Dabei ist es ganz wichtig, dass sich Patienten mit ihren Beschwerden wahr- und ernstgenommen fühlen und wissen: Long COVID gibt es tatsächlich. Hierzu gehört aus medizinischer Sicht immer eine ganzheitliche Perspektive, die körperliche und psychische Aspekte berücksichtigt.

    „Die Erkrankten leiden aber nicht nur an den Symptomen selbst, sondern auch darunter, wie manche Menschen sie wahrnehmen.“

    Long COVID: Wie behandeln Mediziner Corona-Langzeitfolgen? (2)

    Prof. Dr. med. Uta Merle
    Leiterin der Long-COVID-Spezialambulanz am Universitätsklinikum Heidelberg

    © Universitätsklinikum Heidelberg

    (Video) CORONA-LANGZEITFOLGEN: Long Covid! Wissenschaftler und Ärzte warnen vor unerforschten Folgeschäden

    Wer hat ein erhöhtes Risiko, an dem Long-COVID-Syndrom zu erkranken?

    Die Erfahrung zeigt uns, dass bestimmte Risikofaktoren durchaus die Entwicklung von Long COVID begünstigen. Ein Risikofaktor ist ein schwerer Krankheitsverlauf bei Patienten, die beispielsweise aufgrund einer Lungenentzündung, eine Behandlung im Krankenhaus erhalten. Außerdem scheinen Patienten mit Vorerkrankungen eher betroffen zu sein. Allerdings können auch zuvor völlig gesunde Menschen oder Personen mit einem leichten Verlauf langfristig unter den Symptomen leiden – Long COVID kann grundsätzlich jeden treffen.

    Was wissen Mediziner über die Entstehung von Long COVID?

    Bei der Entstehung könnten verschiedene Mechanismen eine Rolle spielen. Zum einen diskutieren Experten, ob Entzündungsprozesse im Körper, die das Gehirn oder die Blutgefäße betreffen, zur Entstehung beitragen. In einer weiteren Theorie spielen Veränderungen und Störungen im Immunsystem eine Rolle – der Organismus könnte beispielsweise im Rahmen von Long COVID „autoimmun“ reagieren, also körpereigene Zellen angreifen. Auch Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmbakterien und ein Verweilen der Coronaviren in körpereigenen Rückzugsräumen sind denkbar. Forscher diskutieren also viele mögliche Theorien, eine abschließende Antwort auf die Frage nach der Entstehung gibt es aber noch nicht.

    Wie viele Menschen entwickeln Long COVID nach einer Infektion?

    Dazu gibt es unterschiedliche Informationen: Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass fünf bis 20 Prozent der Patienten nach einer Erkrankung Long COVID entwickeln.

    Somit ist es wahrscheinlich, dass die Häufigkeit bei 10 Prozent liegt. Offenbar existiert ein Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften – Menschen, die vollständig geimpft sind und sich dennoch mit SARS-CoV-2 infizieren, trifft Long COVID nach aktueller Datenlage wahrscheinlich nur etwa halb so oft wie Ungeimpfte. Neben der Vermeidung einer Infektion ist die Impfung somit die Erfolg versprechendste Maßnahme, um sich vor Long COVID zu schützen. Daten zur Omikron-Variante stehen aktuell noch aus.

    „Offenbar existiert ein Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften – Menschen, die vollständig geimpft sind und sich dennoch mit SARS-CoV-2 infizieren, trifft Long COVID nach aktueller Datenlage wahrscheinlich etwa nur halb so oft wie Ungeimpfte.“

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    Prof. Dr. med. Uta Merle
    Leiterin der Long-COVID-Spezialambulanz am Universitätsklinikum Heidelberg

    © Universitätsklinikum Heidelberg

    (Video) Long-Covid - Genesen, nicht gesund: Corona und die Langzeitfolgen | Corona | Doku | BR

    Wie diagnostizieren Mediziner Long COVID?

    Mediziner haben derzeit nur die Möglichkeit, Long COVID anhand der Symptomatik zu diagnostizieren. Ein spezielles Testverfahren, zum Beispiel mit Patientenblut, gibt es nicht. Tatsächlich beobachten wir immer wieder, dass die Blutwerte der Patienten trotz zahlreicher Long-COVID-Symptome unauffällig sind. Gezielte Untersuchungen machen aber trotzdem in einigen Fällen Sinn – einerseits, um andere Erkrankungen auszuschließen und andererseits, um Beschwerden abzuklären. Beispielsweise decken neurologische Testungen Konzentrationsschwäche auf und lungenfachärztliche Untersuchungen klären die Ursache der wahrgenommenen Atemprobleme. Anders als viele Menschen denken, kann die Basisdiagnostik in der Hausarztpraxis durchgeführt werden, was auch in der S1-Leitlinie, die mit vielen Experten erstellt wurde, aufgeführt wird.

    In der Praxis entscheidet der Mediziner, an welcher Stelle zusätzliche Untersuchungen oder Überweisungen zu weiteren Fachärzten (wie einem Lungenfacharzt oder Kardiologen) ratsam sind. Nicht jeder Long-COVID-Patient muss eine große Zahl an Untersuchungen durchlaufen. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang der Hausarzt und auch sein Wissen zu Long COVID. Das Syndrom zu kennen und auch die Diagnose zu stellen, ist für den Patienten entscheidend. Auch wenn das zunächst irritierend klingt: Erkrankte fühlen sich erleichtert, wenn die Diagnose klar gestellt wird – so haben sie endlich eine Erklärung für ihre lang anhaltenden Symptome. Weiterhin ist es wichtig, dass die Koordination der Diagnostik und Therapie beim Hausarzt stattfindet, damit der Patient mit seinen Long-COVID-Symptomen und deren Verlauf kontinuierlich begleitet wird.

    Aufklärung ist im Zusammenhang mit COVIDsehr wichtig.

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    © iStock / peakSTOCK

    Wie sieht derzeit die Post-COVID-Behandlung aus?

    Noch gibt es keine gezielten Medikamente, die Long COVID oder Post COVID heilen. Stattdessen existiert eine Vielzahl an Therapieoptionen, die sich bei den andauernden Beschwerden anbieten und auch eine Wirkung zeigen können.

    Der Hausarzt kann bei Long COVID Folgendes verordnen:

    • Physiotherapie, beispielsweise bei Atembeschwerden, Abgeschlagenheit und Muskelschwäche
    • Ergotherapie, beispielsweise bei Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
    • Atemtherapie, beispielsweise bei Atembeschwerden

    Viele Patienten berichten davon, dass sie mit den verschiedenen Ansätzen ihre Beschwerden lindern und ihre Lebensqualität steigern konnten. Eine ganz wichtige Maßnahme erfolgt aber durch die Patienten selbst – die Berücksichtigung der eigenen und gegenüber „vor Corona“ oft neuen Belastungsgrenzen. Durch Long COVID verteilen sich die Kräfte häufig anders. Joggen war vielleicht früher ohne Probleme möglich, heute fällt ein Spaziergang schon schwer. Das Kennenlernen der neuen Grenzen und die Einhaltung ebendieser ist entscheidend, ansonsten können Symptome wie das Gefühl einer extremen Erschöpfung wiederkehren oder sich verstärken. Die Broschüre der Weltgesundheitsorganisation und die S1-Leitlinie für Betroffene helfen hier besonders gut weiter – sie liefern viele Übungen und Tipps für den Umgang mit Beschwerden.

    (Video) Das Virus ist weg, die Atemnot bleibt - Der MEDICLIN Podcast - Fit werden mit Long COVID

    Welche Hilfsangebote gibt es für Long-COVID-Patienten?

    Long-COVID-Patienten können sich im ersten Schritt an ihren Hausarzt wenden. Bei Bedarf arbeitet er mit anderen Fachärzten zusammen und ermöglicht die Inanspruchnahme verschiedener Therapien. Der Hausarzt kann Patienten in besonders schwerwiegenden oder besonderen Fällen auch vorschlagen, sich zusätzlich in einer sogenannten Post-COVID-Sprechstunde vorzustellen. Für Patienten bleibt der Hausarzt aber ein zentraler und wichtiger Ansprechpartner. Ich empfehle außerdem die Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen, denn der Austausch hilft sehr – auch, um zu erkennen, dass sie nicht alleine mit ihrem Problem sind.

    Menschen, die sich aufgrund der Erkrankung sehr belastet fühlen, können psychotherapeutische Angebote in Anspruch nehmen. Beispielsweise in Gruppentherapien erlernen sie, Strategien im Umgang mit dem Krankheitsbild und ihre eigenen Grenzen auszuloten. Ist das Syndrom sehr ausgeprägt, bieten sich auch ambulante oder stationäre Reha-Maßnahmen an – hier finden ebenfalls Physiotherapie, Ergotherapie, Atemtherapie und psychotherapeutische Gespräche statt. Weiterführende Informationen und Hilfsangebote finden Patienten beim Long-COVID Netzwerk Rhein-Neckar.

    #Krankheitssymptome#Infektionskrankheiten

    (Video) Long Covid: So gehen Betroffene, Ärzte und Forscher mit den Langzeitfolgen von Covid-19 um

    FAQs

    Welche Langzeitfolgen sind nach einer Erkrankung an Covid 19 bekannt? ›

    Zu den häufigsten Beschwerden zählen Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit (Fatigue), Kurzatmigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen sowie Muskelschwäche und -schmerzen.

    Was tun gegen Muskelschmerzen Corona? ›

    Bei Fieber oder Kopfschmerzen helfen etwa Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen. Abschwellende Nasensprays oder -tropfen verschaffen den Schleimhäuten Erleichterung, sollten aber höchstens eine Woche eingenommen werden. Alternativ kann man regelmäßige Nasenduschen mit Salzwasser durchführen.

    Wie lange kurzatmig nach Corona? ›

    Atemnot gehört zu den häufigsten Spätfolgen einer Infektion mit SARS-CoV2 – etwa jeder dritte von Long-COVID Betroffene berichtet von Beschwerden, die über mehrere Wochen oder gar Monate anhalten.

    Was tun gegen Schlappheit nach Corona? ›

    Sport in einer Gruppe von Fatigue-Betroffenen kann ganz besonders gut tun, weil man durch die anderen motiviert (und gebremst) wird, sich nicht mehr so alleine fühlt und sich mit Menschen austauschen kann, die genau wissen, wie man sich fühlt.

    Kann man Long Covid heilen? ›

    Die Hoffnung seiner behandelnden Ärzte: Wenn BC 007 die Autoantikörper unschädlich macht, könnte das die Durchblutung normalisieren – und damit auch Long Covid-Symptome bessern. „Viele der Symptome klingen ja tatsächlich durchblutungsbedingt“, erklärt Hohberger.

    Welche Langzeitfolgen können Frauen nach einer Erkrankung mit COVID-19 erleiden? ›

    Die Langzeitfolgen einer COVID-19-Erkrankung (Long COVID oder Post-COVID) äußern sich vor allem in Symptomen der Erschöpfung, Atembeschwerden, Depressionen oder Schlafstörungen. Vor allem vom Symptom der Erschöpfung sind Frauen überdurchschnittlich stark betroffen.

    Was ist die beste Medizin gegen Corona? ›

    Dexamethason. „Cortison ist nach wie vor eines der wichtigsten Medikamente, um schwere Verläufe unter Kontrolle zu bekommen“, sagt Stefan Kluge. Zum Einsatz kommt meist der Cortison-Wirkstoff Dexamethason. Er wird schon lange gegen überschießende oder fehlgeleitete Immunreaktionen eingesetzt.

    Kann Corona Gelenkentzündungen verursachen? ›

    Reaktive Arthritis kann nach einer COVID‑19-Erkrankung auftreten. Die klinische und labortechnische Manifestation der nach SARS-CoV-2-Infektionen beobachteten reaktiven Arthritis ähnelt der durch andere Krankheitserreger verursachten reaktiven Arthritis.

    Wie lange dauert Long Covid im Durchschnitt? ›

    Nach aktuellen Leitlinien wird je nach Zeitraum, in dem die Beschwerden bestehen, von „Long COVID“ oder „Post-COVID“ gesprochen: „Long COVID“: Die Symptome nach einer Infektion oder Erkrankung sind auch nach mehr als vier Wochen noch nicht abgeklungen.

    Was hilft der Lunge sich zu regenerieren? ›

    Prompte Regenerationshilfe: Rauchstopp

    Jeder Mensch kann auch selbst etwas tun, um seine Lunge bei der Regeneration zu unterstützen. Dazu gehört vor allem, so wenig Schadstoffe wie möglich einzuatmen, um den empfindlichen Regenerationsprozess nicht zu stören. Insbesondere sollte man auf das Rauchen verzichten.

    Kann Corona Lungenfibrose auslösen? ›

    Lungenfibrose nach COVID-19

    Vermehrt wurde über die Entwicklung einer pulmonalen Fibrose bei Z. n. COVID-19 berichtet [1]. Als Risikofaktoren für das Auftreten einer Post-COVID-19-Fibrose konnten Multimorbidität und hohes Lebensalter identifiziert werden [2].

    Was macht Omikron mit der Lunge? ›

    “ Diese Hypothese wird gestützt von sechs unabhängigen Studien, die in verschiedenen Modellsystemen durchgeführt wurden und übereinstimmend zeigen, dass die Omikron-Variante effizient Zellen des oberen Atemwegtrakts, nicht jedoch Zellen in der Lunge infiziert.

    Wie behandle ich Long COVID? ›

    Long COVID-Betroffenen kann es schwerfallen, mit ihrem Umfeld über ihre Beschwerden zu sprechen. Ein offener Umgang mit der Erkrankung hilft jedoch oft dabei, Unterstützung zu erhalten. Freunde und Familie können im Alltag helfen oder bei der Organisation von Arztterminen unterstützen.

    Wie kommt man nach langer Krankheit wieder zu Kräften? ›

    Mehr Aussicht auf Erfolg hat der Muskelaufbau, wenn der Genesende zudem das Richtige isst. Fachleute raten, sich über den Tag verteilt ausgewogen zu ernähren, weil sich der Appetit – auch antibiotikabedingt – oft verabschiedet. Vor allem auf eiweißreiche Lebensmittel wie Eier oder Fleisch kommt es jetzt an.

    Warum habe ich keine Kraft mehr in den Beinen? ›

    Muskelschwäche nach Belastung

    Die häufigsten Ursachen für die Muskelschwäche sind Bewegungs- und Nährstoffmangel. Die Symptome treten in diesen Fällen meist in den Armen oder Beinen auf und machen sich durch Probleme beim Greifen und Unsicherheit beim Gehen bemerkbar.

    Welche Medikamente bei Corona Lunge? ›

    Antientzündliche Wirkstoffe

    Die antientzündliche Wirkung der Substanzen soll die überschießende Immunreaktion abmildern, die bei einem Teil der mit SARS-CoV-2 Infizierten auftritt. Vertreter aus dieser Substanzklasse sind z.B. Baricitinib, Tofacitinib und Ruxolitinib.

    Welcher Arzt kann long Covid diagnostizieren? ›

    An welche Arztpraxis sollte man sich beim Verdacht auf Long COVID wenden? Beim Verdacht auf Long COVID ist in der Regel eine Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle. Wenn Kinder Beschwerden haben, sollte man sich an eine Kinderarztpraxis wenden.

    Können Muskelschmerzen von Corona kommen? ›

    Welche Covid-19-Langzeitfolgen auftreten können

    Atemnot und Husten. Gefühl, nicht tief einatmen zu können - auch aufgrund von anhaltender Schwäche und Müdigkeit (Fatigue) Schmerzen der Muskulatur, Schmerzen und Missempfindungen der Nerven, vornehmlich in Füßen und Beinen, aber auch den Händen und Armen.

    Kann Covid das Nervensystem angreifen? ›

    Lingor: Wir wissen heute, dass das Sars-CoV-2-Virus über verschiedene Eintrittspforten auch in das zentrale Nervensystem gelangen und dort Schäden verursachen kann. In seltenen Fällen kommt es dabei zu Entzündungen des Hirngewebes – einer sogenannten Enzephalitis – oder auch zu Schädigungen an peripheren Nerven.

    Ist Long Covid psychosomatisch? ›

    Die am häufigsten berichteten psychischen Symptome bei Long-Covid sind verringerte Lebensqualität, Angst, Schlafstörungen, posttraumatische Belastungsstörung und Depression. Zum Auftreten von somatoformen Störungen im Zusammenhang mit Long-Covid kann derzeit noch keine klare Aussage getroffen werden.

    Kann Corona das Gehirn angreifen? ›

    Wie das Coronavirus Blutgefäße des Hirns schädigt

    Ein zentraler Befund der Studie ist, dass auf diesem Weg Endothelzellen und Blut-Hirn-Schranke zerstört werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entdeckten somit erstmals einen Mechanismus, wie Sars-CoV-2 die Mikrogefäße im Hirn direkt schädigt.

    Wie lange krank mit Omikron? ›

    Schnellere Genesung: Im Vergleich zur Deltawelle verkürzte sich die Krankheitsdauer in der Omikron-Welle von 8,89 auf 6,87 Tage – also um zwei Tage. Händewaschen schützt vor Grippe, Erkältung, Magen-Darm-Infekten und Co. Aber nur, wenn man es richtig macht.

    Bei welchem Ct Wert ist man noch ansteckend? ›

    Ct-Wert unter 20, 30 oder darüber

    Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich schnell die Faustregel entwickelt, dass Ct-Werte über 30 auf eine niedrige Viruskonzentration und daher womöglich auf eine fehlende Übertragung intakter Viren hinweisen [1].

    Wann entwickelt sich eine Lungenentzündung bei Corona? ›

    Die Covid-19-Lungenentzündung

    Abweichungen gibt es auch im Bereich der Symptome: So steigt das Fieber bei einer Covid-19-Lungenentzündung in der Regel langsamer und bleibt dann über rund zehn Tage konstant, während Betroffene bei einer typischen Lungenentzündung häufig „aus dem Nichts“ hohes Fieber entwickeln.

    Kann Long Covid Rheuma auslösen? ›

    Bei COVID-19 ähneln die zentralen Zytokine, die schwere Erkrankungen der Lunge hervorrufen, denen, auf die normalerweise Medikamente zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis abzielen. Diese Ähnlichkeit hat zu dem Verdacht geführt, dass COVID-19 ein Risikofaktor für die Entstehung rheumatoider Arthritis sein könnte.

    Kann Corona einen Rheumaschub auslösen? ›

    Seit Beginn der COVID-19-Pandemie begegnen Rheumatologen und Rheumatologinnen diesem Phänomen immer wieder: Erkrankte mit Lupus erythematodes oder rheumatoider Arthritis, die angeben, nach der SARS-CoV-2-Impfung seien die Symptome ihrer Autoimmunerkrankung plötzlich wieder aufgeflammt.

    Hat man bei Corona Beinschmerzen? ›

    Weitere Symptome sind beispielsweise Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, allgemeine Schwäche, Lymphknotenschwellung, Hautausschlag, Bindehautentzündung oder auch Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall.

    Wie viele Menschen haben Langzeitfolgen von Corona? ›

    In einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) heißt es, dass Schätzungen zufolge etwa 10% mit Corona Langzeitfolgen zu kämpfen haben.

    Kann Corona das Herz schädigen? ›

    Daraus errechneten die Wissenschaftler, dass es auf 1000 Infizierte 12 zusätzliche Fälle von Herzinsuffizienz und insgesamt 45 zusätzliche Fälle an einer der 20 untersuchten Herzkreislauf-Erkrankungen gab. Und dieses Risiko war auch bei Patienten erhöht, die vorher keine Anzeichen für eine Herzerkrankung hatten.

    Kann man testen ob man Long Covid hat? ›

    Der Long Covid Selbsttest

    Häufig bleiben auch nach überstandener Covid-19-Erkrankung Leistungseinschränkungen, die die Betroffenen nicht unbedingt der Covid-19-Erkrankung zuordnen. Daher haben wir aus unseren Erfahrungen heraus einen Fragebogen zum Long-Covid-Syndrom konzipiert.

    Welches Medikament stärkt die Lunge? ›

    GeloMyrtol® forte aktiviert die Selbstreinigung in den Atemwegen und verbessert so auch den Abtransport schädlicher Bakterien und Viren aus Deiner Lunge. Das pflanzliche Mittel wirkt in den gesamten Atemwegen – von der Nase bis in die Lunge.

    Welches Vitamin gut für die Lunge? ›

    Eine gute Versorgung mit Vitamin D scheint für Raucher besonders wichtig zu sein. In einer aktuell veröffentlichten Studie war ein Vitamin-D-Mangel bei Rauchern mit einer schnelleren und ausgeprägteren Verschlechterung der Lungenfunktion verbunden.

    Was tut der Lunge gut bei Corona? ›

    Wie häufig sollte man denn die Lunge trainieren? Prengemann: So oft wie möglich, bis das ganz automatisch geht. Je öfter man trainiert, desto besser wird es. Covid-Patientinnen und -Patienten können dann etwa bei trockenem Husten das Sekret, das festsitzt, besser abhusten.

    Welche Medikamente helfen bei Lungenfibrose? ›

    Für die Behandlung von idiopathischer Lungenfibrose (IPF) empfiehlt die aktuell gültige Leitlinie die beiden Medikamente Pirfenidon und Nintedanib.

    Wie fühlt sich eine Lungenfibrose an? ›

    Die ersten erkennbaren Anzeichen einer Lungenfibrose sind Atemnot, die zunächst nur bei körperlicher Belastung auftritt, sowie trockener Reizhusten ohne Auswurf. In einem späteren Krankheitsstadium kommt es dann auch im Ruhezustand zu Atemnot.

    Kann sich eine Lungenfibrose zurückbilden? ›

    Eine Lungenfibrose kann nicht wirklich geheilt werden, da sich die narbigen Veränderungen im Lungengewebe nicht mehr zurückbilden. Allerdings lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung zumindest verzögern und manchmal sogar stoppen.

    Welche Spätfolgen hat Omikron? ›

    Auch wenn eine Infektion mit Omikron mild verlaufen ist, kann es zu Spätfolgen kommen: Viele Menschen leiden nach der Genesung zum Beispiel an Atemlosigkeit, Erschöpfung und Herzproblemen.

    Welche Medikamente bei Omikron? ›

    Remdesivir, ursprünglich gegen das Ebolavirus entwickelt und 2020 gegen Corona zugelassen, wird laut Spinner weiter eingesetzt. „Es wirkt ebenso gegen Omikron und zeigte in einer Studie einen etwa 80–prozentigen Schutz vor schweren Verläufen.

    Welche Long Covid Symptome gibt es? ›

    Ein einheitliches Krankheitsbild Long COVID gibt es bislang nicht. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Belastbarkeit (Fatigue), Kurzatmigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen sowie Muskelschwäche und -schmerzen.

    Kann man Long COVID heilen? ›

    Die Hoffnung seiner behandelnden Ärzte: Wenn BC 007 die Autoantikörper unschädlich macht, könnte das die Durchblutung normalisieren – und damit auch Long Covid-Symptome bessern. „Viele der Symptome klingen ja tatsächlich durchblutungsbedingt“, erklärt Hohberger.

    Welchen Sport bei Long COVID? ›

    Für gut belastbare Patienten mit Corona Langzeitfolgen wie Long COVID ist das Walking (zügiges Gehen mit Armeinsatz) oder Nordic Walking (mit Einsatz von zwei Stöcken) eine günstige Belastungsform mit geringer Überlastungsgefahr.

    Was hilft bei Long COVID Atemnot? ›

    Atemnot gehört zu den häufigsten Spätfolgen einer COVID-19-Erkrankung. Ein an der Universitätsmedizin Gießen koordinierter Forschungsverbund will bessere Diagnosemöglichkeiten finden und einen Behandlungsansatz mit einem Inhalationsspray prüfen.

    Was essen nach langer Krankheit? ›

    Kartoffeln, Eier, Linsen, viel frisches Obst und Gemüse und Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Buttermilch bringen Sie jetzt schnell wieder auf den Damm. Verzichten sollten Sie erst einmal auf Speisen mit hohem Zucker- oder Fettgehalt, da diese die Verdauung unnötig belasten.

    Was essen um wieder zu Kräften zu kommen? ›

    Ideale Starter sind Zwieback, Toast oder ein Brei aus Haferflocken und Wasser. Tipp: den Speiseplan möglichst bald erweitern, sonst wird die Kost auf Dauer zu einseitig! Haferbrei kann man nach und nach "aufbauen": mit Milch oder Sahne, Banane oder anderen Früchten, Nüssen oder Mandeln.

    Wie baue ich meinen Körper wieder auf? ›

    Am besten, wenn du nicht zu viel von dir verlangst! Trainiere regelmäßig und steigere die Intensität behutsam. Vergiss' auch nicht, zwischen deinen Workouts mindestens 1 Tag Pause zu machen, damit sich dein Körper auch ausreichend erholen kann. Wie lange braucht man, um wieder fit zu werden?

    Welche Vitamine bei Muskelschwäche? ›

    Symptome wie Knochenschmerzen, Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe deuten meist auf eine Unterversorgung mit essenziellen Nährstoffen wie Vitamin D, Calcium oder Kalium hin.

    Welche Menschen haben ein erhöhtes Risiko gesundheitliche Langzeitfolgen bzw Long Covid-19 zu entwickeln? ›

    Als weitere Risikofaktoren gelten eine frühere Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus und ein bereits bestehender Diabetes mellitus. Auch wer in Gesundheitsberufen arbeitet, scheint ein berufsbedingt erhöhtes Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion und somit auch für eine Long COVID-Erkrankung zu haben.

    Was ist das Post Covid Syndrom? ›

    Nach einer überstandenen Corona-Infektion berichten viele Menschen über anhaltende Beschwerden. Sie leiden unter dem so genannten „Post-Covid-Syndrom“ oder „Long Covid-Syndrom“. Folgende Symptome treten häufig nach einer Corona-Infektion auf: ständige Müdigkeit und Schwäche (Fatigue)

    Wie äußert sich Post Covid? ›

    Grundsätzlich können folgende Symptome auftreten: Fatigue (ständige, starke Müdigkeit) eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Anosmie und Ageusie (anhaltender Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns)

    Wie lange hat man den Coronavirus im Körper? ›

    Allgemeine Anzeichen für die aktive Immunabwehr sind ein länger anhaltendes Fieber über 38°C und Abgeschlagenheit. Virus besonders leicht weitergeben. Diese hohe Infektiosität hält ungefähr eine Woche an. Virus weiter ausbreiten kann.

    Kann man Long Covid nachweisen? ›

    Gibt es einen Test auf Long COVID? Es gibt bisher keinen einzelnen Test oder eindeutigen „Nachweis“ für Long COVID. Damit die Diagnose Long COVID gestellt werden kann, muss man zuerst andere Gründe für die Beschwerden ausschließen.

    Was ist der Unterschied Post-COVID und Long COVID? ›

    Long Covid bezeichnet Beschwerden, die wenigstens vier Wochen nach der Infektion bestehen. Post Covid bezeichnet Beschwerden, die wenigstens zwölf Wochen nach der Infektion bestehen.

    Was ist der Unterschied von Long COVID und Post-COVID? ›

    Man spricht von Long COVID, wenn 4 Wochen nach der Ansteckung immer noch Krankheits-Anzeichen auftreten. Man spricht von Post-COVID, wenn 12 Wochen nach der Ansteckung Krankheits-Anzeichen oder andere, neue Beschwerden auftreten.

    Wie behandelt man Post-COVID Symptome? ›

    Post-Covid-Reha beantragen

    Wenn Sie nach einer Covid-Erkrankung unter anhaltenden Beschwerden wie z.B. Müdigkeit, Erschöpfung, Schmerzen, Konzentrationsstörungen, Atemnot oder Depressionen leiden sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um eine Reha zu beantragen.

    Welche Reha nach COVID Erkrankung? ›

    Funktionseinschränkungen, die infolge der Infektion entstehen, können bei einer medizinischen Rehabilitation gezielt therapiert werden. Je nach auftretenden Symptomen können unterschiedliche Therapien helfen - von der Atemtherapie über die Bewegungstherapie bis hin zur Trauma-Therapie.

    Kann Corona Gelenkschmerzen verursachen? ›

    Es werden 13 Fallberichte einer reaktiven Arthritis im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID‑19) referiert. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die Arthritis manifestiert sich 4 bis 44 Tage nach der Infektion bzw. dem Auftreten der COVID‑19-Symptome.

    Was tun nach überstandener Corona Infektion? ›

    Beobachten Sie zudem Ihren Gesundheitszustand und achten Sie auf mögliche Langzeitfolgen von COVID-19. Treten noch lange nach der überstandenen Infektion COVID-19-Symptome wie Erschöpfung, Luftnot oder Konzentrationsstörungen auf, sollten Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt wenden.

    Wie lange ist das Immunsystem nach Corona geschwächt? ›

    “ Es zeigte sich aber auch: 15 Tage nach der Diagnose hatten 90 Prozent der Patienten Antikörper gegen das SARS-CoV-2 Hüllprotein gebildet und viele Patienten zeigten eine Aktivierung der T-Zellen als Zeichen einer robusten Immunreaktion gegen das Virus.

    Videos

    1. Post-Covid: Corona und Langzeitfolgen | Doku | NDR | 45 Min
    (NDR Doku)
    2. Corona-Langzeitfolgen: Genesen heißt nicht gesund
    (ARD)
    3. Corona: So lebt es sich mit den Spätfolgen | Quarks
    (Quarks)
    4. SPÄTFOLGEN DURCH CORONA: Rund 40 Prozent der Corona-Infizierten haben Long Covid
    (WELT Nachrichtensender)
    5. Wenn Medizin uns krank macht | SWR Nachtcafé
    (SWR)
    6. Long Covid: Wie gravierend sind Corona Spätfolgen? | DW
    (DW Deutsch)
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    Author: Margart Wisoky

    Last Updated: 01/27/2023

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